SPORT1
3. Liga: Saarbrückens Heimspiel nach Frankfurt verlegt

Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken muss sein Heimspiel gegen den VfB Lübeck am Sonntag (14 Uhr/MagentaSport) auf fremden Terrain austragen. Der Platz im Ludwigsparkstadion sei weiterhin nicht bespielbar, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag mit. Die Partie findet stattdessen in der Arena in Frankfurt statt.

Am vergangenen Spieltag war die Partie der Saarbrücker gegen den FSV Zwickau bereits aufgrund von schlechten Platzverhältnissen abgesagt worden. Das Ludwigsparkstadion befindet sich seit 2016 in umfangreichen Umbaumaßnahmen, die dortige Rasenheizung sei noch nicht funktionsfähig. 

Das ursprüngliche Ausweichstadion in Völklingen, in dem Saarbrücken Anfang Juni im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Bayer Leverkusen ausschied (0:3), entspricht nicht den Drittliga-Anforderungen.

Schalke verleiht Kutucu an Heracles Almelo

Bundesliga-Schlusslicht Schalke 04 verleiht Offensivspieler Ahmed Kutucu bis zum Ende der laufenden Saison an den niederländischen Fußball-Erstligisten Heracles Almelo. Der türkische Nationalspieler besitzt bei S04 noch einen Vertrag bis Ende Juni 2022. In der Bundesliga-Hinrunde kam der 20-Jährige zu sieben Kurzeinsätzen.

Bierhoff warnt Profis vor Unselbstständigkeit

DFB-Direktor Oliver Bierhoff warnt junge Fußballprofis davor, sich sämtliche Aufgaben des Alltags abnehmen zu lassen und die Ausbildung zu vernachlässigen. "Viele Spieler geraten heute in den Leistungszentren früher in die Unselbstständigkeit, in denen sie aufgrund eines durchgetakteten Tagesplans schon in jungen Jahren fremdbestimmt werden", sagte Bierhoff dem Nachrichtenportal t-online.de.

In seiner Generation "haben viele Spieler vor der Karriere noch einen Beruf erlernt", sagte der 52-Jährige, der neben seiner Profi-Laufbahn selbst einen Abschluss als Diplom-Kaufmann gemacht hatte. Generell sei es "für Fußballprofis schwer, wenn sie nach vielen Jahren der Fremdbestimmtheit ihr Leben plötzlich selbst gestalten müssen". 

Die meisten Spieler freuten sich zwar auf eine Phase ohne Stress, Druck und Verpflichtungen, sie hätten dann aber "Probleme, ihre zweite Karriere zu starten, da sie sich in den vergangenen Jahren fast nur mit Fußball beschäftigt haben".

Fixe Winter-Transfers: Gladbach holt Frankreich-Juwel

Noch ist das Transferfenster geöffnet. Doch viele Vereine sind aufgrund der Corona-Krise zurückhaltend. Lediglich RB Leipzig nahm bei Dominik Szoboszlai etwas mehr Geld in die Hand.

Am Donnerstag vermeldete Borussia Mönchengladbach die Verpflichtung des 19 Jahre alten Mittelfeldspielers Kouadio Koné vom französischen Zweitligisten FC Toulouse. Allerdings verleihen die Fohlen den Teeneager zunächst bis zum Saisonende an seinen bisherigen verein. Koné wird dann ab der kommenden Saison zu den Gladbachern stoßen.

SPORT1 zeigt die fixen Winter-Transfers in der Bundesliga. 

FC Bayern München

Zugänge: keine

Abgänge: Leon Dajaku (an Union Berlin verliehen)

Borussia Dortmund

Zugänge: Steffen Tigges (kommt von Dortmund II)

Abgänge: keine

RB Leipzig

Zugänge: Dominik Szoboszlai (RB Salzburg / 20 Millionen Euro)

Abgänge: Eric Martel (an Austria Wien ausgeliehen)

Borussia Mönchengladbach

Zugänge: Joe Scally (New York FC/ 1,8 Mio.), Kouadio Koné (FC Toulouse/ 9 Millionen Euro / bis Saisonende an Toulouse verliehen)

Abgänge: keine

Bayer Leverkusen

Zugänge: Timothy Fosu-Mensah (Manchester United / 1,7 Mio.)

Abgänge: keine

TSG Hoffenheim

Zugänge: keine

Abgänge: Klauss (ausgeliehen an Standard Lüttich), David Otto (ausgeliehen an Jahn Regensburg, war zuvor an Heidenheim ausgeliehen)

VfL Wolfsburg 

Zugänge: keine

Abgänge: Omar Marmoush (ausgeliehen an FC St. Pauli), Felix Klaus ( ausgeliehen an Fortuna Düsseldorf)

SC Freiburg

Zugänge: keine

Abgänge: Luca Itter (ausgeliehen an Greuther Fürth)

Eintracht Frankfurt

Zugänge: Luka Jović (von Real Madrid ausgeliehen)

Abgänge: Bas Dost (Club Brügge / 4 Mio.), David Abraham (Karriereende), Dominik Kohr (ausgeliehen an Mainz 05), Marijan Cavar (Greuther Fürth / ablösefrei)

Hertha BSC 

Zugänge: keine

Abgänge: keine

Union Berlin 

Zugänge: Leon Dajaku (vom FC Bayern München ausgeliehen)

Abgänge: Lennart Moser (an Austria Klagenfurt ausgeliehen)

FC Schalke 04

Zugänge: Sead Kolasinac (von Arsenal London ausgeliehen), Klaas-Jan Huntelaar (Ajax Amsterdam / ablösefrei)

Abgänge: Vedad Ibisevic (vereinslos), Rabbi Matondo (ausgeliehen an Stoke City)

1. FSV Mainz 05

Zugänge: Dominik Kohr (von Eintracht Frankfurt ausgeliehen)

Abgänge: Aaron (ausgeliehen an Celta Vigo), Abbas Issah (ausgeliehen an Twente Enschede), Dimitri Lavalee (ausgeliehen an Sint-Truidense), Jean-Philippe Mateta (ausgeliehen an Crystal Palace)

1. FC Köln

Zugänge: keine

Abgänge: Christian Clemens (SV Darmstadt 98 / ablösefrei), Frederik Sörensen (Delfino Pescara/ ablösefrei)

FC Augsburg

Zugänge: keine

Abgänge: keine

Werder Bremen

Zugänge: keine

Abgänge: keine

Arminia Bielefeld

Zugänge: keine

Abgänge: Brian Behrendt (Einracht Braunschweig / 0,1 Mio.)

VfB Stuttgart 

Zugänge: keine

Abgänge: keine

King-Tor als Weltrekord anerkannt - Wirbel um deutschen Keeper

Ein bereits als Weltrekord anerkanntes Torwart-Tor aus 96,01 Metern sorgt für Verwirrung um die Bestenliste der Treffer von Profi-Fußballern aus der größten Entfernung.

Schlussmann Tom King traf am vergangenen Dienstag in Englands vierter Liga für seinen walisischen Klub Newport County mit einem Abstoß im eigenen Fünf-Meter-Raum windbegünstigt aus exakt 96,01 Metern zur Führung seines Klubs gegen Cheltenham (Endstand: 1:1).

Das Guinness-Buch der Weltrekorde erkannte den "King Size"-Treffer nun als das Tor aus der größten Distanz an.

Deutscher Keeper trifft aus über 100 Metern

Die Wertung des Tores, durch den King seinen bosnischen Torhüter-Kollegen Asmir Begovic nach rund acht Jahren als Rekordhalter (91,9 Meter) ablöste, wirft allerdings Fragen nach den Maßstäben der Weltrekord-Wächter auf.

Denn schon im April 1985 traf der deutsche Keeper Wilhelm Huxhorn im Zweitliga-Spiel von Darmstadt 98 gegen Fortuna Köln sogar aus 102 Metern, wofür der Torwart seinerzeit ebenfalls einen Eintrag ins Guinness-Buch erhielt.

King drosch den Ball bei seinem Bodenabschlag weit in die gegnerische Hälfte. Getragen vom heftigen Wind über dem Spielfeld segelte die Kugel bis kurz vor Cheltenhams Strafraum, sprang einmal auf und senkte sich über den Gäste-Keeper hinweg ins Tor.

Der Bundesliga-Rekord für das Weitschuss-Tor aus der größten Entfernung steht seit September 2014 bei exakt 82,3 Metern. Für die Bestmarke sorgte Moritz Stoppelkamp vom SC Paderborn im Duell mit Hannover 96.

Was ist bloß mit Davies los£

90 Minuten saß Alphonso Davies gegen den FC Augsburg (1:0) auf der Bank, während Lucas Hernández als Linksverteidiger mächtig Eigenwerbung für sich betreiben konnte.

"Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht", lobte Hansi Flick den Franzosen nach Abpfiff. "Er war sehr aggressiv und hat auch nach vorne gute Akzente gesetzt."

Im Vergleich zum 2:1-Heimsieg gegen den SC Freiburg nahm Flick nur diesen einen Tausch in der Startelf vor. Davies musste auf die Bank, weil er gegen die Breisgauer kein gutes Spiel gezeigt hatte, in der Defensive wackelte und nach vorne kaum Akzente setzen konnte.

Seine Fehlpass-Quote ist zwar immer noch die zweitbeste unter den Bayern-Verteidigern und seine Zweikampfwerte stimmen auch. (Service: Ergebnisse und Spielplan)

Davies bislang nur mit einer Torvorlage

Trotzdem tut sich Davies in dieser Saison schwer. In bislang 15 Pflichtspiel-Einsätzen (1019 Minuten) hat er nur eine Torbeteiligung vorzuweisen: Einen Assists beim 3:2 im DFL-Supercup gegen Borussia Dortmund am 30. September vergangenen Jahres.

Anders als noch in der Vorsaison wirkt Davies, wenn er denn spielt, nicht mehr so zielstrebig und fintenreich im Offensivspiel. In der Defensive irrt er oft im luftleeren Raum umher, weshalb er bei der Pokal-Pleite in Kiel von seinem Trainer ein ums andere Mal gerüffelt wurde.

Reiner Calmund und Marco Bode am Sonntag ab 11 Uhr im CHECK24 Doppelpass

Es scheint, als fehle im die mentale Frische, um in einer Mannschaft zu glänzen, die derzeit ohnehin darum bemüht ist, sich von Spiel zu Spiel zu kämpfen und Siege nicht mehr leicht, sondern mit viel Kampf herbeiführt.

Bänderriss hat Nachwirkungen

Ein Grund, warum Davies derzeit weit entfernt ist von seiner Topform: Zwischen Ende Oktober und Anfang Dezember 2020 fiel er 42 Tage aufgrund eines Bänderrisses im Sprunggelenk aus und verpasste neun Spiele. Wie seine Mitspieler hatte auch er keine Zeit, sich in einer Sommer- und Wintervorbereitung wie gewohnt in Schuss zu bringen.

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Hernández hingegen wirkt aktuell fit und spritzig und hinterließ gegen Augsburg einen positiven Eindruck.

Den entscheidenden Elfmeter zum 1:0 von Robert Lewandowski (13.) holte der 24-Jährige durch einen offensiven Vorstoß heraus. Mit gutem Stellungsspiel verhinderte er einen Augsburger Konter (30.) und bekam von Flick einen anerkennenden Klaps (42.). Außerdem führte der Weltmeister von 2018 die meisten Zweikämpfe (32), gewann dabei 62,5 Prozent Duelle, und zeigte die meisten Sprints (31) aller Bayern. (Service: Tabelle der Bundesliga)

Bleibt Davies vorerst auf der Bank£

Gut möglich! Linksfuß Hernández bleibt in dieser Saison sein größter Konkurrent, da David Alaba in der Innenverteidigung gesetzt ist.

Davies wertvollster Linksverteidiger der Welt

Für den 20-jährigen Kanadier wird es vorerst darum gehen, sich wieder auf seine Stärken zu besinnen und sich nicht allein auf die Lorbeeren seines Wahnsinns-Jahres 2020 zu verlassen.

Davies avancierte zum Bayern-Newcomer der Saison, er gewann das Triple, sein Marktwert schoss in Windeseile auf 80 Millionen Euro, was ihn zum derzeit wertvollsten Linksverteidiger der Welt macht. Zudem wurde er zu Kanadas Sportler des Jahres und zum Bundesliga-Rookie der vergangenen Saison gewählt und steht in der FIFA-Mannschaft des Jahres 2020. Erfolge, die Davies etwas zum Höhenflug verleiten haben sollen.

Flick ist erfahren genug, um das Supertalent (Vertrag bis 2025) in den kommenden Wochen wieder in die Spur zu bringen. Der Spieler selbst muss nun zeigen, dass er nachlegen kann. Denn auf den Erfolgen der Vergangenheit kann er sich beim FC Bayern nicht ausruhen.

Übel! Stilloser Ponomarev reitet den KFC tiefer rein

Mikhail Ponomarev hat also seinen Rückzug als Investor beim KFC Uerdingen angekündigt. Das ist nicht schön. Aber das ist sein Recht.

Zudem hat er seinen Rücktritt als Vorstandsvorsitzender des KFC Uerdingen e.V. eingereicht. Auch das ist gemäß Satzung legitim. Er hat viel investiert, Teilerfolge erreicht, aber nun will er nicht weitermachen. Soweit, so gut.

Teil einer geordneten Übergabe sollte es nun aber auch sein, das Nest, in das er selber wollte, nicht weiter öffentlich zu beschmutzen.

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"Der KFC ist kein attraktives Investment, was haben wir denn schon£ Eine Drittliga-Lizenz. Das ist alles!" polterte der Russe im Rahmen einer öffentlichen Erklärung und schädigt damit das Image des Traditionsvereins in der Öffentlichkeit noch mehr, als er es ohnehin schon durch seine publik gewordene Kabinenpolterei, Gerichtsprozesse, Trainerrauswürfe und nicht erfolgte Gehalts- und Mietzahlungen getan hat. Und er vergisst dabei etwas sehr Wesentliches.

Ponomarev fühlt nicht die Strahlkraft von Uerdingen

Man stelle sich doch einfach mal vor, es gäbe doch einen interessierten Investor. Dann ist eine Drittliga-Lizenz nicht nur eine ziemlich gute Grundlage für eine sportlich noch bessere Perspektive, sondern ganz besonders nicht "alles". Ponomarev spricht von seinem "Herz für den KFC", fühlt aber dabei offensichtlich nichts von der Strahlkraft eines Vereines, der schon in der ersten Bundesliga spielte, als Ponomarev noch ein Baby war.

1975 war Uerdingen erstmals Erstligist. Natürlich gibt es Klubs mit noch größerer Tradition, aber Uerdingen hat seit diesem ersten Bundesligajahr seine Geschichten geschrieben und wurde immer mehr zur Marke. Nicht zuletzt durch seinen legendären Triumph im DFB-Pokal, als großer Außenseiter, mit dem Endspiel-Sieg gegen den FC Bayern im Jahre 1985.

Die Highlights der 3. Liga am Montag ab 23.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1 

Lieber Mikhail Ponomarev, das "Wunder von der Grotenburg", als die Uerdinger im Europapokal gegen Dynamo Dresden einen 1:3 Halbzeit-Rückstand noch zum 7:3-Sieg drehten, ist ein Stück ganz großer Fußball-Geschichte aus dem Jahre 1986. Ich habe es live im Fernsehen verfolgt, noch nicht ahnend, dass ich nur einige Jahre später selber jede Menge Bundesliga-Spiele aus diesem Stadion kommentieren würde.

Und wenn nicht Wolfgang Schäfer, Rudi Bommer, die Funkel-Brüder oder Brian Laudrup und Stephane Chapuisat für die Highlights sorgten, dann halt das wohl ausgeflippteste Maskottchen der deutschen Fußball-Geschichte, der "Grotifant". Und Sie, Herr Ponomarev, schauen auf Uerdingen und verkünden, außer der Drittliga-Lizenz gäbe es dort nichts£

Tradition kann man nicht kaufen

Und deswegen ist der KFC Uerdingen meiner Meinung nach ein wohl wirtschaftlich schwieriges Investment, aber eines mit Potenzial, das Ponomarev nicht weiter öffentlich schlecht reden sollte. Die Vereinsmitglieder haben in ihrer Abstimmung einen ersten Schritt getan und mit klarer Mehrheit den Weg frei gemacht für einen neuen Investor.

Gesucht wird nun ein potenter Liebhaber mit Instinkt für Perspektive, der gemeinsam mit der Stadt Krefeld den Verein samt Stadion als Fußball-Standort renoviert. Ich drücke die Daumen.

Wegen WM-Rückzug! Nationaltrainer verlieren ihre Jobs

Der coronabedingte Rückzug von der Handball-WM in Ägypten hat die tschechischen Nationaltrainer Daniel Kubes und Jan Filip ihre Jobs gekostet.

Wie der tschechische Handballverband am Donnerstag mitteilte, sind die beiden früheren Bundesliga-Spieler sowie die weiteren Mitglieder des Trainerteams als Konsequenz aus den Geschehnissen vor der WM entlassen worden.

Außerdem erklärten Verbandsboss Jaroslav Chvalny sowie drei weitere Präsidiumsmitglieder ihren Rücktritt. (Handball-WM 2021: Die Tabellen)

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Tschechien verzichtet auf WM-Teilnahme

Insgesamt 17 Personen aus dem Betreuerstab und dem tschechischen Team waren unmittelbar vor der Anreise zum Mega-Turnier in Ägypten positiv auf das Coronavirus getestet worden, Tschechien verzichtete anschließend gezwungenermaßen auf die WM-Teilnahme.

Dies habe einen "irreversiblen Schaden" für den tschechischen Handball angerichtet, kritisierte die Verbandsspitze. Sie warf dem Trainer-Duo vor, falsch auf die Corona-Situation in Tschechien reagiert zu haben und sprach von einem "inakzeptablen Versagen".

Filip und Kubes, der auch Trainer des Bundesligisten HSG Nordhorn-Lingen ist, hatten in der Aufarbeitung der Geschehnisse die volle Verantwortung übernommen.

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